Fragen und Antworten

 
1. Frage: „Wann stelle ich den Antrag für die Aufnahme in eine Krippe oder in einen Kindergarten und wann wird mein Kind aufgenommen?“

1. Bei Kindergartenkindern sollte der Antrag frühestens 12 Monate vor Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes gestellt werden.

 

2. Bei Krippenkindern sollte der Antrag frühestens am Tage der Geburt gestellt werden. Eine Aufnahme al s Krippenkind erfolgt nicht vor dem vollendeten, ersten Lebensjahr.

 

Die frühzeitige Anmeldung hat keine Auswirkung auf die eigentliche Aufnahme. Für die Aufnahme und Vergabe der vorhandenen Betreuungsplätze gelten folgende Vergabekriterien:


Die Kindertagesstätte der Gemeinde steht grundsätzlich allen Kindern, die in der Gemeinde ihren Wohnsitz haben, je nach Betreuungsart vom vollendeten 1. Lebensjahr bis zum Schulbesuch offen.


Mit der Aufnahme Ihres Kindes/Ihrer Kinder in die Kindertagesstätte anerkennen die Eltern/die Erziehungsberechtigte/n die Satzung und die Gebührensatzung.

 

Zusätzliche Kriterien zur Aufnahme

Die Betreuungsplätze / Plätze mit Mittagsversorgung werden im Rahmen ihrer Verfügbarkeit vergeben. Sofern die vorhandenen Betreuungsplätze/Plätze mit Mittagsversorgung nicht ausreichen, werden die nachfolgend aufgelisteten Kriterien zusätzlich einbezogen:

  1. Alleinerziehende Berufstätige
  2. Bedürftigkeit
  3. Arbeitszeit

 

Änderungen in der Berufstätigkeit sind der Verwaltung/der Kitaleitung bekannt zu geben. Ein Nachweis über die Berufstätigkeit kann seitens der Verwaltung jederzeit verlangt werden.

 

2. Frage: „ Bekommen wir den Platz zu dem Termin, zu dem wir ihn wollen oder brauchen?“
Es kommt vor, dass mehr Anträge gestellt werden, als freie Plätze in der Kindertagesstätte vorhanden sind.


In diesen Fällen werden von uns Wartelisten geführt. Dass dabei nicht jedem Wunsch Rechnung getragen werden kann, liegt auf der Hand.

 

Es wird jeder „Fall“ für sich betrachtet und geprüft. Dabei spielen die persönlichen Lebensumstände und die Notwendigkeit einer aufzunehmenden Berufstätigkeit eine mitentscheidende Rolle.


3. Frage: „ Warum bekomme ich den Platz nicht zu dem gewünschtem Termin?“

Es kommt darauf an, wie viele Kinder als Schulkind die jeweilige Kita verlassen, wie viele Kinder vom U3-Bereich in den Kindergarten wechseln oder Kita-Plätze durch Umzug frei werden und wie viele Kinder demgegenüber auf der Anmeldeliste stehen.


Es kann nur dann ein Platz vergeben werden, wenn ein Platz frei geworden ist. Liegen mehr Anmeldungen als Plätze vor gelten die o.g. Kriterien.


4. Frage: „ Was ist mit dem Rechtsanspruch (Kindergarten)?“

Die Bundesrepublik Deutschland hat allen Eltern durch Verankerung in § 24 SGB VIII einen Rechtsanspruch für einen Kindergartenplatz zugesichert. Dieser Anspruch gilt ab der Vollendung des ersten Lebensjahres Ihres Kindes bis zum Schuleintritt.

 

Zuständig für die Erfüllung des Rechtsanspruches ist zunächst der Wetteraukreis. Dieser verpflichtet die kreisangehörigen Städte und Gemeinden und plant mit ihnen für das jeweilige Gemeindegebiet eine ausreichende Anzahl an bedarfsgerechten Kinderbetreuungsplätzen.

 

Dazu zählen Plätze in der Kindertagesstätte der Kommune, in der Kindertagespflege und privaten Einrichtungen.  Wir versuchen diesen Rechtsanspruch zu erfüllen. Trotzdem kommt es vor, dass ein gewünschter Platz nicht zur Verfügung gestellt werden kann. In diesem Fall würden wir Ihnen den nächsten frei werdenden Kita-Platz anbieten.

 

5.Frage: „Was ist mit den Kindergartengebühren im letzten Kindergartenjahr?“

Nach Kifög gibt es von Seiten des Landes Hessen 100,- € Förderung für die Betreuung von 5 Stunden d.h. bei den Kosten des  Betreuungsplatzes  werden 100,- € bezuschusst und die Eltern bezahlen nur noch den Differenzbetrag zu dem gebuchten Modul.

 

6. Frage: „Muss ich den Platz bezahlen, auch wenn wir ihn wegen Erkrankung, Urlaub oder Ferienzeit gar nicht nutzen?“

Hier gilt zunächst ein ganz klares „Ja“ (….jedenfalls im Grundgesetz).

 

Der Kindergartenbeitrag der Eltern ist eine Benutzungsgebühr im Sinne des Kommunalen Abgabengesetzes des Landes Hessen. Das Gesetz regelt, dass die Gebührenpflicht auch dann besteht, wenn die öffentliche Einrichtung nicht ständig genutzt wird. Auf der Grundlage dieses Gesetzes ist die Gebührensatzung der Gemeinde Glauburg über die Erhebung von Benutzungsgebühren für Kindertageseinrichtungen beschlossen worden.


In dieser Satzung ist geregelt, für wen, warum, wann, in welcher Höhe und wie lange die Gebührenpflicht besteht.


Danach besteht die Verpflichtung zur Zahlung des Elternbeitrages (Betreuungsgebühr und Kosten der Verpflegung) solange, wie ein Betreuungsvertrag mit einer Kindertageseinrichtung besteht. Diesen Vertrag gehen Sie mit der Zusage des Platzes ein. Ähnlich wie bei einem Vereinsbeitrag oder einem Abo für eine Zeitung, endet die Verpflichtung zur Zahlung des Elternbeitrages erst mit dem Wirksamwerden der Kündigung.

 

Die einzige Ausnahme ist bei Erkrankung des Kindes, ab der 6. Kalenderwoche. Hier kann ein Antrag auf Kostenerstattung gestellt werden.

 

7. Frage: „Gibt es Vergünstigungen wenn mehrere Kinder einer Familie gleichzeitig die Kindertagesstätte besuchen?“

Ja, und zwar wie folgt: Besuchen zwei Geschwisterkinder einer Familiengemeinschaft gleichzeitig die Kindertageseinrichtung, wird die Benutzungsgebühr für das Kind mit der niedrigeren Benutzungsgebühr um die Hälfte reduziert. Besuchen mehr als zwei Geschwisterkinder gleichzeitig eine städtische Kindertageseinrichtung, so ist für das Kind mit der höchsten Benutzungsgebühr der volle Betrag zu zahlen, für das Kind mit der nächst niedrigen Gebühr ist die Hälfte zu zahlen, für jedes weitere Kind wir keine Benutzungsgebühr erhoben.

 

8. Frage:  „Warum sind die Gebühren so hoch?“

Dies scheint nur so zu sein. Tatsache jedoch ist, dass die Betriebskosten und Investitionen zur Bereitstellung dieser Kindergartenplätze durch die Elternbeiträge allein nur zu 20 – 30 % gedeckt werden. Den Großteil der anfallenden Kosten trägt die Kommune. Hierzu kommen Zuschüsse von Kreis, Land und Bund.

 

9. Frage: „Können Gebühren erlassen werden?“

Ja. Wenn Sie ein geringes Einkommen haben, Wohngeld, Arbeitslosengeld oder Leistungen des Jobcenters (ARGE) erhalten.


Sie können dann einen Antrag auf Übernahme der Betreuungsgebühr beim Jugendamt des Wetteraukreises stellen. Anträge erhalten Sie auf der Gemeindeverwaltung. Bis zur Erteilung eines Bescheides sind Sie jedoch zahlungspflichtig. Ebenso ist es möglich einen Antrag auf Ermäßigung der Verpflegungskosten zu stellen. Wie das funktioniert und was Sie tun müssen, erfahren Sie auf der Gemeindeverwaltung.

 

10. Frage: „Was passiert, wenn ich nicht bezahle?“

Wenn es daran liegt, dass Ihr Einkommen sehr niedrig ist, können Sie beim Jugendamt des Wetteraukreises prüfen lassen, ob die Übernahme der Gebühren (ganz oder anteilig) möglich ist. Anträge erhalten Sie auf der Gemeindeverwaltung. Bis zum Eintreffen des Bescheides sind Sie jedoch zahlungspflichtig.

 

Wenn es daran liegt, dass Sie vergessen haben, den Kita-Beitrag zu überweisen, erinnern wir Sie über unsere Finanzverwaltung daran, dass der Monatsbeitrag noch offen ist und senden Ihnen auch gerne einen Vordruck für eine Einzugsermächtigung zu.

 

Können wir bezüglich der Zahlungsmodalitäten (Rückstände etc. ) keine Einigung bzw. Lösung erzielen, wird der Platz Ihres Kindes gemäß der Satzung der Kindertagesstätte gekündigt.

 

11. Frage: „Was passiert, wenn wir umziehen?“

Jeder Umzug, jede Veränderung des Hauptwohnsitzes Ihres Kindes und jede Veränderung seines tatsächlichen überwiegenden Aufenthaltes ist uns bzw. der Einrichtung, die Ihr Kind besucht, so früh wie möglich, mitzuteilen.

 

Sofern Sie und/ oder Ihr Kind innerhalb von Glauburg umziehen, bleibt diese Veränderung ohne Konsequenz


Wenn Sie und/ oder Ihr Kind in eine andere Gemeinde ziehen, sollten Sie an die rechtzeitige Kündigung des Kita-Platzes (bis zum 15. des Monats zum Ende des folgenden Monats) denken Wenn Sie und/ oder Ihr Kind in eine andere Gemeinde ziehen, Ihr Kind aber aus einem persönlichen wichtigen Grund in seinem bisherigen Kita verbleiben soll, kann dies maximal bis zum nächsten neuen Kindergartenjahr ermöglicht werden bzw. muss entsprechend geklärt werden.

 

12. Frage: „Werden Kinderbetreuungskosten steuerlich berücksichtigt?“

Mit der verbesserten steuerlichen Berücksichtigung von Kinderbetreuungskosten zielt die Bundesregierung nicht nur auf positive Effekte für den Arbeitsmarkt, sondern vor allem auf eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Profitieren sollen alle Eltern, die Steuer zahlen. Wenn Sie für das Finanzamt über Ihre gezahlten Betreuungskosten einen Nachweis benötigen, bitten wir Sie, sich mit uns in Verbindung zu setzen.

 
13. Frage: „Was heißt Schließung der Kita?“

Schließungszeit bedeutete, dass in den Sommerferien für drei Wochen geschlossen ist.

 

14. Frage: „Gibt es noch weitere Zeiten, an denen die Kitas geschlossen sind?“

Ja, und zwar an folgenden Tagen:

Sie werden über alle Schließtage frühzeitig und in schriftlicher Form von uns informiert.

 

15. Frage: „Was sind Module und was habe ich bei der Buchung zu beachten?“

Module sind Betreuungszeiten, die einen bestimmten Zeitraum umfassen, in denen Ihr Kind in der Kita betreut wird.


Die Buchungen der Module können nur für das laufende Kita-Jahr erfolgen. Dabei sind mindestens die jeweils für die entsprechende Einrichtung festgelegten Kernzeiten an fünf Tagen pro Woche pro Monat zu buchen.


16. Frage: „Mein Kind hat einen Ganztagsplatz und nimmt am Essen in der Kindertagesstätte teil. Sind die Kosten für die Verpflegung in den Gebühren enthalten?“

Nein! Für einen Platz „mit Mittagessen“ wird zusätzlich ein Verpflegungsgelt erhoben. Seitens der Kommune werden nur tatsächlichen die Kosten des Essens erhoben.


17. Frage: „Mein Kind ist behindert, was ist bei der Anmeldung zu beachten?“

Kinder, die aufgrund ihrer Behinderung einen Integrationsplatz benötigen, können bei uns aufgenommen werden. Wichtig ist, dass Sie bei der Anmeldung bekannt geben, dass Ihr Kind behindert ist. Nur so können wir sicherstellen, dass Ihr Kind möglichst entsprechend seiner Bedürfnisse betreut und gefördert wird.


Wir schaffen Rahmenbedingungen, die es ermöglichen, Ihr Kind aufzunehmen. Näheres klären wir gerne in einem persönlichen Gespräch.

 

18. Frage: „Kann es vorkommen, dass Kinder vorrangig aufgenommen werden?“

Vorrangig aufgenommen werden Kinder, wenn eine pädagogische oder sozialpflegerische Institution (Erziehungsberatungsstelle, Jugendamt usw. ) die Aufnahme empfiehlt oder das Kind im kommenden Jahr eingeschult wird.